Das INPP- "Institut für Neurophysiologische Psychologie" ist unter der Leitung von Dr. Peter Blythe und weitergeführt von Sally Goddard-Blythe ein in Chester (England) entwickelter Behandlungsanstz, welcher über die Jahre nun auch in anderen Ländern z.B. Deutschland, Schweden, Schweiz oder Österreich einen großen Zuspruch gefunden hat, wobei die Restreaktionen frühkindlicher Reflexe eines Kindes, Jugendlichen oder auch Erwachsenen im Mittelpunkt stehen.

 

Forschungen gehen davon aus, dass vorliegende Entwicklungsverzögerungen, Verhaltens-, Lern- und Bewegungsauffälligkeiten von einem Menschen schon sehr frühzeitig, nämlich innerhalb der Schwangerschaft und während der Geburt zu suchen sein können. Neben den wichtigen genetischen Einflüssen spielen auch die Rahmenbedingungen, die ein Kind im Bauch der Mutter verbracht hat und die Art und Weise der Geburt eine ganz entscheidene Rolle.

 

In einer von der Queen´s University Belfast durchgeführten Studie wurde die Wirksamkeit des von INPP entwickelten Bewegungsübungsprogrammes geprüft und bestätigt. Im Februar 2000 wurde diese in der medizinischen Fachzeitschrift " The Lancet" veröffentlicht.

  

INPP ist kein symptomorientierter sondern ein ursachenbezogener Behandlungsansatz. Die Ursachen zeigen sich häufig schon in der Schwangerschaft der Mutter und ziehen sich oftmals wie ein "roter Faden" durch das Leben eines Menschen. Erwähnen möchte ich aber, dass jeder Mensch in der Lage ist, gewisse Kompensationsmechanismen zu entwickeln. Diese kosten dann aber viel mehr Kraft und benötigen einen größeren Aufwand.  Weiterhin können Sport und Bewegung in jedem Alter einen optimalen Ausgleich bieten und sind für eine gute Entwicklung sehr wichtig.